ayurveda : das Licht in der Tür
OJAs die Vitalkraft des Körpers
Leben ist aus Freude geboren, Freude hält es aufrecht und zu Freude kehrt es zurück , lautet eine Textstelle in den vedischen Überlieferungen. Lassen wir dahingestellt, ob eine einzelne Zelle, wie die vedischen Weisen sagen, Freude empfinden kann. Wie Wissenschaftler vor einigen Jahren allerdings feststellen konnten werden Gefühle und Gemütsbewegungen durch spezielle Botensstoffe, die sogenannten Neurotransmitter, in jeder Körperzelle manifestiert. Jede Zelle ist somit eine Mitbeteiligte an allen Bewusstseinsprozessen des Menschen.
Der Schlüssel zu einem vollständigen Verständnis von Ojas und damit für Schönheit und Ausstrahlung liegt also auf der Bewusstseinsebene. Diese Bioenergie, die gesunde Zellen ausstrahlen, speist sich vor allem aus einer inneren Freude, die dem Leben zugrunde liegt.
Die vedischen Seher lokalisieren das Lebenslicht an der Grenze zwischen Bewusstsein und Körper, wo es beide verbindet. Folgt man dieser Vorstellung ist Ojas mit einer Lampe in der geöffneten Tür vergleichbar. Deren Licht leuchtet nach innen, also in den Körper, und nach aussen, in das Bewusstsein. Wird nun einer dieser beiden Bereiche belebt, erhöht sich auch die Strahlkraft unseres Biolichtes.
Ojas entsteht dementsprechend nicht nur bei biochemischen Umwandlungen in den Zellen, sondern vor allem auf der Bewusstseinsebene. Erfahrungen, durch die wir zu dieser Quelle vordringen, können wir in jedem Moment des Lebens machen: ein Gedicht, das uns berührt, der Zauber eines Morgens, schöne Musik oder der entrückende Anblick eines Sonnenuntergangs.
Gipfelerfahrungen unseres Bewusstseins
Tiefe Bewusstseinserlebnisse – der Psychologe Maslow nannte solche Bewusstseinstransformationen >>peak experiences<<, Gipfelerfahrungen des menschlichen Bewusstseins – sind also die Voraussetzung dafür, dass dieses innere Licht entsteht. Aus vedischer Sicht hat jeder Mensch die Fähigkeit zu solchen Erfahrungen. Mehr noch, sie können zum Normalzustand des Lebens werden. Dichter und Philosophen, Entdecker und Künstler, aber auch einfache Menschen und Einsiedler, sie alle kannten diese Phänomene, die oft ihr Leben prägten und verwandelten.
Ojas entsteht beim Überschreiten von Wirklichkeiten, den so genannten Transzendenzerfahrungen unseres Bewusstseins. Wir könnten sagen, es ist das Licht, das uns zu unserem Selbst führt. Eine höchst wirkungsvolle Methode, um solche Bewusstseinsprozesse zu fördern und den Körper in einen tiefen Zustand der Entspannung zu versetzen, sind Meditationen. Denn das Eintauchen in tiefere und ruhigere Ebenen unseres Bewusstseins ist verbunden mit zunehmenden Glückserfahrungen. Dabei machen wir uns die natürliche Eigenschaft unsere Organismus zunutze, spontan einen Zustand der Harmonie, vollkommener Gesundheit und perfekter Ordnung herzustellen.
Jeder der regelmäßig Stille und Regeneration während tiefer Meditation erfährt, kennt die allgemeine Verbesserung des seelischen Wohlbefindens. Auf geistiger Ebene stellen sich Zufriedenheit und Schaffensfreude ein, Persönlichkeitsstrukturen werden gestärkt. Ähnliche positive Effekte kann man auch im körperlichen Bereich nachweisen: Körperfunktionen werden regeneriert, die Haut ist nach der Meditation von einem samtenen Schutzfilm umgeben, und Organe und Zellen arbeiten integriert und in wohltuender Harmonie.
Kennzeichen von ausgeprägtem Ojas
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Glanz und Ausstrahlung
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Glücksgefühl, Freude, Wohlbefinden
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Gefühl der Ganzheit in Körper und Geist
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Strahlende Augen
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Wohlklingende Stimme
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Weiche, geschmeidige Haut
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Gesundheit und Immunität
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Intelligenz und Kreativität
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Frieden und Selbstgenügsamkeit
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Liebe und Mitgefühl
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